Beiträge von HeinzG

    So, ich nehme meinen Thread mal wieder auf, da ich nun eine Woche in der Normandie war und bisher fehlende Urlaubserfahrungen nachreichen wollte.


    Raum:

    Drei Personen und eine Woche. Da kommt das Volumen des Wagens erstaunlicherweise schon an seine Grenzen (Wobei ich das Gepäckrollo geschlossen hatte); Mittelarmlehne war herunterklappt, ein Hintersitz wurde auch für Krimskrams genutzt. Für mehr Wochen und Personen ist sicher eine Dachbox vonnöten. Da wir aber die gleichen Koffer wie bei den Fahrten mit dem IVer verwenden (ein großer Samsonite, der nicht mehr aufrecht stehen kann und zwei große Eastpaks), muss ich konstatieren, dass das Gepäckabteil ungünstiger geschnitten ist, es hat ja auch rund 100l weniger Rauminhalt, was ich vorher wusste. Aber dass ich bei der Rückfahrt nach einer Woche mít Cidrevorräten ausgestattet beim Einräumen richtig improvisieren musste, hat mich schon etwas genervt. Da habe ich einen Nachteil gefunden, ich brauche Dachträger und Dachbox.


    Verbrauch:

    Fahrstrecke zum Urlaubsort rund 650km, Tempolimit in NL (rund 30km) 100, Belgien 120, in Frankreich 130km. Fahrt (200km) durch strömenden Regen. Verbrauch Hinfahrt 6,7l BC, etwas mehr als mit dem Vorgängerdiesel. Herumfahren im Inland mit AB Anteil von fast der Hälfte mit einem Verbrauch von 5,8l. Rückfahrt bei sonnigem Wetter, Unterschied: AB maximal 120km (außer 30km NL), Verbrauch 5,6l. Sparsam war dem Wagen vor allem auf den Landstraßen und in der Stadt. Es verfestigt sich die Erfahrung, für lange AB-Fahrten ist der Diesel immer noch von Vorteil, bei konstant 130km geht der Verbrauch auch über 6,5l. Aber das ist für einen Benziner immer noch relativ wenig; anders als bei anderen Benzinern steigt der Verbrauch jedoch bei langen AB-Fahrten. Allerdings habe ich nicht den Verbrauch anderer hier im Forum erreicht.

    Ein interessantes Phänomen erlebte ich auf der Rückfahrt: Ich tankte kurz nach Fahrtbeginn noch einmal voll, es war nur eine kleine Menge von 6 Litern (jaja!); aber das war offensichtlich dem System zu wenig, denn es fand keine (eingestellte) Rückstellung der Verbrauchsmesssung und der Restreichweite statt. Das hat er dann im Laufe der Rückreise korrigiert.


    Sprit:

    Ich fahre mittlerweile ausschließlich E10 in D. Während in D 95er Super als E5 oder E10 angeboten wird, ist das in FRA anders, dort gibt es nur E10 95 oder E5 98 Oktan. Ich entschied mich für E10. Ich habe keine Probleme bemerkt. Premiere war für mich, dass Super in FRA mittlerweile preiswerter ist als in D.


    Fahrkomfort:

    Sehr angenehm, es macht immer noch Spaß, den Wagen fortzubewegen und rein subjektiv ist der Fahrkomfort gegenüber dem Vorgänger merklich besser. ACC mit Tempomat ist bei vollerer AB ein wenig zu (früh)zugriffig, so dass ich den Tempomat nur bei leereren Strecken eingesetzt habe. Die Sitze sind absolut langstreckentauglich, da gab es keine Probleme. Die Klimatisierung funktionierte tadellos, es gab aber auch keine Extremtemperaturen.


    Navigation:

    Zuverlässiges Navigieren, wobei ich tatsächlich in letzter Zeit zweimal ein totales Einfrieren des Systems hatte, das nur mit einem Neustart zu lösen war. Staumeldungen in F bzw. auf der Route wurden zuverlässig eingespielt. Zweimal musste ich feststellen, dass das Navi das Problem hat, die Lokalität nach dem Starten sofort zu finden, da gab es Verzögerungen. - Ich habe vor einiger Zeit den Desktop des Navis nun auf die Android-Version gewechselt, wobei mich zwar das Erscheinungsbild mit eigenem Bild erfreut, aber offenbar Programmierfehler im System bewirken, dass nach einem Neustart nicht die vorige (bei letzter Fahrt verwendete) Ebene des Geräts erscheint (also zB Bordcomputer), sondern entweder (nur) Map oder Telefon (völlig nervig das!). Das lässt sich bislang auch nicht ändern, oder ich habe den entsprechenden Menübefehl noch nicht gefunden. Das Audiosystem überzeugt immer noch. Übrigens gab es keinerlei Probleme mit der Lautstärke der Naviansagen.


    Ausstattung:

    Vermisse ich etwas? Vielleicht das Glasdach des Exe, das vermisse ich schon ein wenig. Ansonsten würde ich mir höchstens ein ausgefuchsteres Display mit mehr Konfigurationsmöglichkeiten zur Befriedigung meines Spielstriebs wünschen und auch das Navidisplay dürfte ein wenig größer sein.


    Resume:

    Weiterhin sehr zufrieden und keine Reue!

    Also, ich kann das gar nicht nachvollziehen. Im Hauptsystem die Lautstärke eingestellt und beileibe nicht auf Maximum. Alles bestens. Gut zu hören. Seltsam.

    Ich bin auch eher ein Befürworter der Direktbedienung mit Haptik.

    Brauche weder Sprachsteuerung noch (und das wäre schlimmer) komplette Steuerung über einen Touchscreen a la Tesla.

    Da ist jede haptische Bedienung intuitiver und schneller.


    Mir war das vor dem Kauf auch klar, dass ich das nicht nutze.

    Ich habe auch teilgenommen und wünsche viel Freude beim Auswerten und beim weiteren Verfassen der Master-Arbeit.


    Persönlich könnte ich auch einen Plug-In sehr gut einsetzen, er wäre der nächste Brückenschritt zur vollständigen Elektromobilität, zumal wir in Kürze über eine eigene PV-Anlage auf dem Dach verfügen, die den EInsatz wirklich günstig macht, zumindest im Sommer. Ich fahre rund 40km zur Arbeit und zurück, würde also perfekt passen.


    Doch der Markt ist noch mau. Der RAV4, der mir nicht besonders gefällt, ist arg teuer, Ford Kuga zu rund, der Mitsubishi Outlander, der wirklich preiswert erscheint, hat eine schlechte Raumökonomie. Der PSA-Konzern hat auch nur relativ teuere (und zu starke) Plug-Ins. Autos vom Volkswagenkonzern kommen mir nicht ins Haus, Mercedes und BMW sind mir zu teuer in der Anschaffung. Hier könnte Honda ja was liefern.


    Ein reines Elekroauto ist für den Urlaubsfahrer derzeit noch Utopie.


    Hybride sind aber für mich nur eine Übergangstechnologie (der Wagen macht ne Menge Spaß trotzdem), und wohin sich die Individualmobilität gerade entwickelt, ist zudem durchaus nicht klar. Klar für mich ist aber wohl, dass wir den Dieselskandal nicht gehabt hätten, hätten alle Hersteller vor 20 Jahren vehement die Hybridtechnologie in Angriff genommen (speziell die deutschen Hersteller), und wäre diese Technologie nicht zum Politikum einer einzigen grünen Partei geworden. Alle Parteien müssen sinnvollen Umweltschutz fördern (und ich weiß, dass hier heftige Gegenwehr kommen wird).


    Ich gehe davon aus, dass die Rohstoffgewinnung für die Batterietechnologien umweltfreundlicher wird, Recyclingkonzepte werden gerade entwickelt, neue Speichertechnologien werden kommen, das Ende des Verbrenners, so wie wir ihn kennen (und lieben) ist absehbar, ob man es ideologisch will oder nicht.