Umfrage zur Akzeptanzanalyse von Elektroautos

  • Erledigt!

    1. Ich wünsche auch ganz viel Erfolg bei der Masterarbeit. Ich würde mich für die letztlich gewonnenen Erkenntnisse sowie das Fazit interessieren. 😃

    2. Für mich käme ein Hybrid als Zwischenlösung durchaus in Frage, aber eigentlich schlägt mein Herz für die Wasserstofftechnologie, da diese das Potenzial hat, das Beste aus beiden Welten, Verbrenner (Reichweite, kurze Tankzeiten etc.) und Elektro (Nm, niedriges Geräuschniveau, null-Emission etc.) zu vereinen. Dazu muss aber die Wasserstoffherstellung noch stark optimiert (klimaneutral, Menge und Preis) werden und die Fahrzeugpalette viel größer und die Technologie bezahlbar werden.

    1. dem schließe ich mich an

    2. naja, das 120 Jahre alte Konzept Elektroauto ist ja im Moment noch nicht mal soweit, dass es "bezahlbar" wäre. Die verkaufen sich nur über hohe staatliche Geldgeschenke - anders würde sich keiner einen Kleinwagen für über 30000€ antun. Und die Hersteller fahren immer noch Verluste mit den Dingern - und rechnen die gegen die drohenden Strafen wenn man das E-Mobil nicht gegenrechnen könnte.


    Ich wäre dafür, den Zertifikate-Handel zu unterbinden. Das würde die Hersteller weit schneller zu besonderen Entwicklungen zwingen als die Bezuschussung durch den Staat. Könnte natürlich sein, das Tesla dann tatsächlich mal Pleite ginge - nur über die Mrd aus dem Zertifikate-Handel retten die sich ja, anderweitig wären die nicht überlebensfähig.

  • Habe auch teilgenommen.


    So nebenbei: Bei aller Skepsis und teils berechtigten Einwänden bleibt der deutlich bessere Wirkungsgrad des E-Motors gegenüber dem Verbrenner.

    Benzin hat einen Energiegehalt von rd. 8,5 kWh. Bei 10 l Verbrauch/ 100 KM also 85 kWh, die da durchgejagt werden. Das Meiste wird leider in Wärme umgewandelt und dient nicht dem Vortrieb.

    Ein halbwegs effizientes E-Auto braucht ein Drittel dieser Energiemenge für 100 KM. Insofern hat dieser Antrieb die Nase vorn.

  • Das kann man jedoch nicht so isoliert betrachten. In der Praxis scheinen eAutos anfälliger zu sein beim Verbrauch, wenn Komfort wie Klimatisierung gewünscht ist. Und Nachteilen in der Handhabung Ladehäufigkeit/-zeit zB) darf man eben nicht vergessen. Genauso den Preis.

  • Das kann man jedoch nicht so isoliert betrachten. In der Praxis scheinen eAutos anfälliger zu sein beim Verbrauch, wenn Komfort wie Klimatisierung gewünscht ist. Und Nachteilen in der Handhabung Ladehäufigkeit/-zeit zB) darf man eben nicht vergessen. Genauso den Preis.

    Doch, das Thema Wirkungsgrad der E-Motoren im Vergleich zum Verbrenner ist durchaus eindeutig. Das ist Physik. Da gibts nix zu diskutieren.

    Ein kWh ist ein kWh. Und davon braucht der Verbrenner immer sehr viel mehr als ein E-Auto gleicher Klasse und Leistung.


    Alle anderen Dinge wie Reichweite , Preis etc. sind auch Faktoren. Ganz klar.


    Mir ging es nur darum, dass man mal sieht, warum der E-Motor physikalisch der bessere Antrieb ist. Das heißt nicht, dass er in Summe immer besser ist. Von der Sicht des Energiebedarfs her aber schon.

  • Ich finde Ladeverluste von 10 bis 20 Prozent inakzeptabel. Das ist ja, als würde ich von 50 Litern Diesel 5 bis 10 Liter daneben schütten oder als würden die im Tank mal eben verdunsten.

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    CR-V RE6 1.6 i-DTEC Comfort
    Bj. 2014, EZ 5/14
    Urban Titanium Metallic
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  • Ladeverlust von 10 Prozent sind je nach Akkugröße und Ladetechnik 4 bis 8 KWh. Bei 20 Prozent eben das Doppelte. Bei Deinem Dieselbeispiel wären es bei 5 l knapp 50 KWh oder eben gar 100 bei 20 Prozent. Du merkst: Der Vergleich hinkt mächtig.

    Selbst unter Berücksichtigung von Ladeverlusten ist der Stromer effizienter ( was nicht heißt wirtschaftlicher ).

    Ich weiß gar nicht, wo das Problem liegt, diese physikalischen Tatsachen zu akzeptieren. Wenn man e-Mobilität nicht mag reicht doch die Aussage "will ich nicht". Pseudoargumente sind doch überflüssig. Jeder wie er mag.

  • Ja, die physikalischen Tatsachen sind wie sie sind. Da ist elektrischer Antrieb schon echt gut, technisch simpel und macht spaß. Einzig die Frage der Energieerzeugung und -bereitstellung ist echt ein Thema. Und da sind wir insgesamt definitiv noch auf dem Weg... leider ist hier zu viel Politik im Spiel. Das verhindert aktuell die beste Lösung und auch den Weg dahin... aber vielleicht wird ja noch was draus!

  • Ich bin mir nicht so sicher, dass die Politik hier verhindert. Im Gegenteil. Die Autohersteller hätten ohne die CO2-Strafen keinerlei Anreiz für diese derzeit noch defizitäre Technik. Und der Kunde bei den nötigen Marktpreisen wenn das e-Auto mit Profit angeboten werden würde keinerlei Anreiz es zu kaufen.


    Nun sind Tesla ja nicht immer die billigsten Modelle ;) aber ohne ihren Ablasshandel könnten die selbst mit diesen Preisen nicht leben.


    Es mag Physikalisch effizient sein. Es muss das eben auch auf der Straße und in Kundenhand sein.


    Aber ich sag’s immer wieder: hätten Hersteller und Kunden (auch ich) nicht immer „größer/schneller/stärker“ verfolgt sondern sich drauf besonnen was zur pers. Mobilität notwendig ist und die Bemühungen ab einem gewissen Zeitpunkt Frau gelenkt ein gleich großes Fahrzeug mit gleicher Leistung so effizient wie möglich zu machen, dann wären unsere Probleme kleiner. Aber es wurde ja dahin entwickelt, so günstig wie möglich so viel Leistung wie möglich zu generieren. Wenn ich manchen Test lese (oder manchmal auch Nutzermeinungeb), wo Kleinwagen mit 100PS tw beschrieben werden die scheinbar nahezu lebensgefährlich auf der BAB und nur in der Stadt zu gebrauchen sind ... das ist doch irre. Kompaktwagen zu Preisen dass normale Angestellte es sich leisten können ziehen heute Kreise um die Fahrzeuge die ich noch als schnelle Sportwagen in Erinnerung habe (was war ich Stolz, wenn ich den 911SC mit 180PS fahren durfte - der würde heut ausgelacht)

  • Ich bin schon bei dir HondaFan. Mit "verhindern durch die Politik" meine ich die gerade massive Versteifung auf die Batterietechnologie, die eine nicht unerhebliche neuartige Versorgungsinfrastruktur benötigt. Das ist mir viel zu eng und einseitig, gerade jetzt am Beginn sollte man doch noch aktiv mehrere Wege verfolgen.


    Das andere Thema ist immer wieder das klassische Henne-Ei-Prinzip. Was war zuerst? War zuerst das übertriebene Angebot oder der übertriebene Kundenwunsch. "Ja, der Kunde hat es halt gewollt" heißt es. Sehe ich echt anders. Was ich nicht bekommen kann, kaufe ich auch nicht. Wer hat denn ein 400 - 600 PS starkes E-Auto gefordert als umweltverträglichen Ersatz für einen fossilen Wagen? Ich kenne niemanden! Klar ist so ein EQC oder Tesla o.ä. aus emotionaler Sicht möglicherweise "geil", aber ist es das, was die Menschheit braucht? Und hier sehe ich auch (nicht nur!) die Politik klar in der Pflicht, Wege für einen vernünftigen Umgang zu ebnen...

  • Ladeverlust von 10 Prozent sind je nach Akkugröße und Ladetechnik 4 bis 8 KWh. Bei 20 Prozent eben das Doppelte. Bei Deinem Dieselbeispiel wären es bei 5 l knapp 50 KWh oder eben gar 100 bei 20 Prozent. Du merkst: Der Vergleich hinkt mächtig.

    Selbst unter Berücksichtigung von Ladeverlusten ist der Stromer effizienter ( was nicht heißt wirtschaftlicher ).

    Ich weiß gar nicht, wo das Problem liegt, diese physikalischen Tatsachen zu akzeptieren. Wenn man e-Mobilität nicht mag reicht doch die Aussage "will ich nicht". Pseudoargumente sind doch überflüssig. Jeder wie er mag.

    Pseudoargument?? 20 Prozent Verlust sind auch beim e-Auto 20 Prozent Verlust. Wenn ich 50 Liter Diesel tanke und davon 10 Liter verschütte, kann ich statt 1000 km nur 800 km fahren, habe aber für 1000 km bezahlt. Wenn ich ein e-Auto tanke und 20 Prozent Ladeverluste habe, beträgt meine Reichweite nur 400 km statt 500 km, habe aber für 500km bezahlt. Bei zwei Mal laden also derselbe absolute Reichweitenverlust. Und der selbe Verlust des eingesetzten Kapitals. Was interessiert mich da die Energie? Ich habe Geld zum Fenster rausgeworfen!

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