Beiträge von HeinzG

    Wenn man vorher einen CRV Benziner gefahren hat, mag es gehen.
    Aber ein anderes Automatikgetriebe und eine Verbrennungsmaschinenwechsel w+rde ich vorher auch gerne erfahren...
    Auch fährt sich ein 1,5l Turbo anders als ein 2 Liter Benziner.


    Verarbeitung, Handling, Fahrkomfort und Haptik scheinen mir kein Experiment zu sein beim Nachfolger...


    Bei einem Markenwechsel oder einem Typenwechsel ist aber eine Probefahrt für mich unverzichtbar, die Tucson Probefahrt bestärkte mich seinerzeit, beim i40 zu bleiben, der CRV konnte ihm jedoch das Wasser reichen, auch wenn die Inneraummaterialien im i40 hochwertiger wirkten.

    Dann zum Thema zurück: Das Design des neuen CRV finde ich angenehm ansprechend, keine Revolution, weiter entwickelte Elemente, schöne Front, ansprechenderes Heck, obwohl mir die Leuchtengestaltung (die Nasen!) hinten nicht besonders gefällt.
    Innen eine schönere Gestaltung, abgesehen von dem dummen Tabletlook, den neuerdings alle Hersteller wählen (wenn auch nicht ganz so schlimm wie bei anderen, wo die dämlichen Tablets dann auch als Küchenpapierhalter dienen können), und wenn sich der Innenraum auch ein wenig hochwertiger anfühlt, dann haben sie es gut gemacht. Beim LED-Tacho verschenkt man Gestaltungsmöglichkeiten, wie es Peugeot macht.
    Die Ausstattung ist auch angehoben worden. Gut so.


    Aber aber... ich zweifle, ob die Motorisierung des CRV die Käufer anlocken wird...ich bin als Dieselfahrer aus Überzeugung erst mal raus, werde ihn aber natürlich trotzdem einmal probefahren...

    Naja, ich bin fahrtechnisch in einer Zeit groß geworden, in der ich im Schnee mit Sommerreifen unterwegs war. Tatsächlich ist es mir leichtsinnigerweise bei einem Autokauf im März sogar passiert, mit neuen Sommerreifen durch Schnee fahren zu müssen...und was soll ich sagen, das war bei uns im Flachland kein Problem, entsprechendes Fahren vorausgesetzt.


    Und bei richtigem Glatteis, vielfach Blitzeis genannt, hilft auch kein Winterreifen.


    Und richtig: bei Nässe und Trockenheit ist der Sommerreifen überlegen, daher meine vorsichtige Ausdrucksweise. Ich fahre sie nur aus versicherungstechnischen Gründen und weil ich nicht in die Berge muss.

    Welcher Winter? Der Winter naht?
    Ich ärgere mich seit Jahren, dass ich WInterreifen fahre...und nicht brauche.


    Wann friert es denn mal so richtig?


    Bei mir also:
    - Winterräder draufmontieren lassen
    - Frostschutz ins Scheibenwasser beim ersten Frösteln
    - Scheibenenteiser und Scheibenabdeckung ins Auto, sowie Eis/Schneekratzer


    Und dann warte ich im Westen auf den Frost...und es kommt Regen. Wir hatten hier Winter komplett ohne Schnee...
    und ja...Winterreifen sollen ja bei Kälte und Eis mehr Grip haben...

    Den Turbobenziner muss ich erst mal probefahren, ebenso wie den Hybrid.


    Ich will aber hier eine Lanze brechen für den 1,6l Diesel. Der hat im Civic 6dTemp, das müsste in einem CRV auch gehen. Ein Diesel passt einfach gut zu einem SUV wegen der grandiosen Kraft im unteren Drehzahlbereich. Man kann sich bei vielen PKWs die Diesel sparen, in einem großen und schweren Auto, das nicht zum sportlichen Fahren gedacht ist, ist er sinnvoll. Und das wollen viele SUV-Fahrer und zwar trotz der blöden Dieseldiskussion.
    Und diese ganze Dieseldiskussion gibt es nur bei uns.
    In Asien gibt es den CRV mit dem kleinen Diesel und der superben 9Gang-AT.


    Bei meinem HH waren sie nicht so euphorisch über das Wann und Wie der CR-V Einführung. Der Zyklus eines Wagens liegt mittlerweile bei 5-6 Jahren, seit 2 Jahren ist der CR-V in Produktion, wer kauft denn einen neuen Wagen, der in einem Jahr gefaceliftet wird?
    Für die Händler ist Hondas Modellpolitik eine Katastrophe.
    Honda zeigt kein Vertrauen in den europäischen Markt und zeigt wenig Interessen, die Auflagen der EU zu erfüllen. Ihre Entscheidung, aber die Konkurrenz kann das, zeigt dadurch wenig Kompetenz, vermittelt eher den Eindruck der Lustlosigkeit. Und wenn der Kunde kein Langzeitvertrauen in die Marke bekommt, geht er weg.


    Und während hier so viele von der Qualität eines Honda schwärmen, laufen die Kunden längst zu den Koreanern, die locker mithalten können; mein i40 war tadellos verarbeitet und homogener designt, vor allem im Innenraum; auch die Materialgüte braucht sich nicht zu verstecken. Nur der Tucson wirkte auf mich ein wenig billiger.


    Und die Kunden bekommen bei Hyundai tolle Preise, größere Auswahl und gute Ausstattung.

    Ich habe mich auch gewundert, dass aus der einstig stolzen Marke solch en Nischenprokukt geworden ist. Ich komme ja von Hyundai, die ungleich erfolgreicher sind (und immer besser geworden).


    Für mich sind die Gründe vielschichtig:
    1. Modellpalette unzureichend. Es fehlt ein Kleinwagen, der Jazz deckt das nicht richtig ab. Rückzug aus oberer Mittelklasse.
    2. Das Design ist zu wenig markant bzw. bei verschiedenen Modellen nicht markentypisch. Manche sportlichen Modelle sind eher, naja, grenzwertig, vorsichtig gesprochen. Auch mein CRV ist am Heck nicht der hübscheste SUV.
    3. Zu wenig Marketing
    4. Zu wenig Interesse an Europa, was schade ist, denn der europäische Markt ist riesig
    5. Ängstliche Motorenpalette
    6. Zu geringe Garantie (im Vergleich zu den Koreanern, die einen wahnsinnigen Aufwärtsschub dadurch bekommen haben, denn der Kunde glaubt bei langer Garantie auch an Langzeitqualität)
    7. Qualitätsvorteile sind ein Nimbus von gestern und reichen nicht mehr aus als Verkaufsargument (wenn sie denn überhaupt da sind).
    8. Japanische Autos verlieren an Attraktivität, die Koreaner besetzen das Segment, weil sie europäischer denken und entwickeln; bald werden die Chinesen ihnen das Wasser abgraben
    9. Mutlose Entscheidungen (Diesel, später CRV5, ...)


    Naja...